KONTRASP

Forum und Initiative gegen Sozial-Piraterie

         

He, Sie!

Ja, genau Sie!!!


Wissen Sie eigentlich, was Sie erwartet? Wir wollen Sie ja nicht beunruhigen, aber…..

Was ist das denn für ein Blödsinns-Satz: Natürlich wollen wir Sie be-unruhigen!!!

Denn wenn Sie jetzt nicht langsam unruhig werden, stehen Sie in einigen Jahren vor den Scherben Ihrer finanziellen Existenz!



DIE FAKTEN:

Bevor Rot/Grün unter Schröder sich entschloss, eine neue, untere Bevölkerungsklasse – das sogenannte PREKARIAT – zu erschaffen, sah es mit Ihren hart erarbeiteten Renten-Ansprüchen wie folgt aus:


Noch im Jahr 1994 erhielt der Durchschnittsrentner eine Rente von rund 54 % seines aktuellen Grundeinkommens. Da das noch DM-Zeiten waren, nehmen wir mal an, dass ein Industriearbeiter mit 65 Jahren in Rente ging mit einem Grundeinkommen von 3.200 DM. Wir rechnen das vereinfacht mal um auf den seit Januar 2002 geltenden Euro = wären damals gewesen 1.600  €. Davon 54 % = 864 € Rente. Und er brauchte darauf keine Steuern zu zahlen.


Wäre der gleiche Rentner unter den gleichen Voraussetzungen in 2015 in Rente gegangen, bekäme er nur noch 47,5 % = 760 € Rente. Das sind auf´s Jahr gerechnet schon mal locker 1.200 € weniger.


Das ist aber noch längst nicht alles: Seit 1. Januar 2005 ist das Alterseinkünftegesetz in Kraft. Demnach gilt bei Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung die nachgelagerte Besteuerung, auch Rentensteuer genannt.


Wie viel Rente Sie tatsächlich versteuern müssen, hängt ausschliesslich vom Jahr Ihres Renteneintritts ab:


Der vorgenannte Rentner – wir gehen mal aus Vereinfachungsgründen  davon aus, dass er alleinstehend ist - muss also von seinen 760 € Rente 70 % versteuern = zu versteuerndes Einkommen aus Rente also 532 €/Monat. Das macht pro Jahr ein Renten-Einkommen von 6.384 € aus. Da aber in 2015 ein Grundfreibetrag für Alleinstehende von 8472 € galt, würde für diesen Rentner keine Steuer auf die staatliche Rente anfallen.


Soweit, so gut. Nun haben wir es hier mit einem typischen fleissigen Deutschen zu tun, der sich auch noch bei seinem Arbeitgeber eine Betriebsrente erarbeitet hat – sagen wir 200 € monatlich. Und er hat für sich und seine Familie ein Zweifamilienhaus gebaut. Von dem erzielt er – nachdem jetzt die Kinder groß und ausgezogen sind – aus zwei Einliegerwohnungen zusammen monatlich 600 € Miete.


Er erzielt also jetzt ein Jahreseinkommen (12x532 € + 12 x 200 € + 12 x 600 €) = 15.984 €. Bei diesem Einkommen können bis zu 26,5 % Steuern fällig werden. D.h., das von Ihren mühsam erarbeiteten darin enthaltenen staatlichen Rentenansprüchen von 760 € bis zu 26,5 % tatsächlich weniger über bleiben = 558,60 €! Die Differenz, die Sie weniger bekommen – auf je ein Jahr gerechnet – macht 2.416,80 € aus, die hat der Staat mal eben so einkassiert. Und wenn dieser Rentner hoffentlich noch lange lebt, sagen wir mal 20 Jahre nach Renteneintritt, hat ihn unser Staat um fast 50.000 € beschissen! Gegenüber den Regelungen des Sozialstaates noch unter Adenauer, Erhardt, Brandt und Kohl.


Nun ist dieses Beispiel nur ein Beispiel von Sozial-Piraterie, tatsächlich bleibt dem vorgenannten Rentner ja noch einiges, um ausreichend leben zu können.


Lassen wir jetzt bei den folgenden Berechnungen mal andere Einkunftsarten aussen vor und kümmern uns nur um Ihre Rente:


Nehmen wir mal an, Sie, ja genau Sie!!! gehen mit kaputten Knien mit 63 Jahren in Rente – im Jahre 2030. Zu der Zeit ist aber das reguläre Renteneintritts-Alter nicht 65, sondern 67 Jahre. Wenn Sie nicht gerade 45 Beitragsjahre auf dem Buckel haben (davon gibt´s nicht so viele, denn in der Praxis müssen Sie dann ab einem Berufseintritt mit 18 Jahren permanent gesetzlich versichert gewesen sein), haben Sie mit erheblichen Abschlägen von Ihrer Rente zu rechnen. Jetzt sind Sie ja noch ein junger Hüpfer – aber glauben Sie einem Oldie: Die Zeit geht verdammt schnell vorbei!


Also: Wenn Sie 4 Jahre früher in Rente gehen, statt mit 67 also mit 63 Jahren, beträgt der Abschlag auf Ihre reguläre Altersrente für jeden Monat 0,3 %. Macht bei (4 Jahren=) 48 Monaten 14,4 % weniger Rente!!! Lebenslang!!!


Es kommt noch schlimmer: Im Jahre 2030 erhalten Sie nicht, wie frühere Rentner, 54 % der letzten Grundeinkommens als Rente, sondern nur noch 43 %!

Nehmen wir an, das letzte Grundeinkommen ist 2.500 €. Der aktuelle Rentenanspruch beträgt dann 43 % vom 2.500 € = 1.075 €. Abzüglich 14,4 % wg. vorzeitiger Rente = tatsächliche Rente 920 €.

Das ist eine Verschlechterung gegenüber den ursprünglichen Rentengrundlagen von (1.075 € zu 920 €) monatlich 155 €! Oder – wiederum – in 20 Jahren (240 Monaten) von 37.200 €. Unglaublich!


Nehmen wir weiterhin an, Sie wohnen in einer Mietwohnung. Wohin die Mieten in 2030 geschossen sein werden, wissen wir nicht. Aber nehmen wir mal an, Sie wohnen seit z.B. 20 Jahren in dieser Wohnung, zahlen für z.B. 80 qm monatlich 500 € Miete plus Nebenkosten von 200 €. Dann bleiben von Ihrer Rente gerade mal 220 € über.


Damit sind Sie ein Sozialfall und dürfen zum Sozialamt gehen!


Und wahrscheinlich werden Sie gezwungen werden, umzuziehen. Denn die Wohnung ist natürlich viel zu groß für eine (haben wir ja hier angenommen) alleinstehende Person.


Dafür haben Sie ein Leben lang gearbeitet!




Weiterlesen auf der nächsten Seite.

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